Was bekomme ich für die Zusatzoption "ÖkoLOGISCH" ?


Sie erhalten 100% Strom aus Wasserkraft. Zusätzlich ist gewährleistet, daß die Anlagen-
betreiber in den Ausbau ihrer Kapazitäten und/oder ökologische Verbesserungsmaßnahmen
(z.B. Fischtreppen) investieren. Beides wird vom TÜV Rheinland durch Zertifikat bestätigt.

Völlig unabhängig davon garantieren wir als Gemeindewerke, daß wir mindestens in Höhe der
Einnahmen aus dem Strompreisaufschlag (netto 0,84 ct/kWh) in den Ausbau oder die ver-
besserte Nutzung erneuerbarer Energien und/oder Energierückgewinnung investieren, und
zwar vor Ort im Werdenfelser Land.


Weil solche Maßnahmen (z.B. Bau neuer Wasserkraftwerke) stets einer behördlichen
Genehmigung bedürfen, ist nicht immer gewährleistet, daß diese Investitionen im selben
Jahr erfolgen können wie die Einnahmen. In solchen Fällen werden die Einnahmen "angespart" und,
mit 5 % p.a. verzinst, auf das kommende Jahr übertragen. Über den Stand dieses "Kontos" wie
auch über die jeweiligen Maßnahmen informieren wir an dieser Stelle, und zwar jeweils im
Frühjahr nach der Jahresabrechnung.

Investitionen im o.g. Sinne können fließen in den Zu- oder Ausbau von

  • Wasserkraftanlagen, einschließlich Pumpspeicheranlagen
  • Anlagen zur Verwertung von Biomasse
  • Windkraftanlagen
  • Solaranlagen (thermisch oder Photovoltaik)
  • geothermische Anlagen
  • Anlagen zur Wärmerückgewinnung.

 


   
 Ököstrom/Klimagaskonto 2012                                    
Einnahmen aus Zusatzoptionen im Jahr 2012     
48.000€
Investitionen in Erneuerbarer Energien im Jahr 2012     
1.100.000€
   - davon Wasserkraft (Genehmigungsverfahren)     
30.000€
   - davon Sonnenenergie     
950.000€
   - davon Bioenergie (Genehmigungsverfahren) 30.000€
 
Was bedeutet "zertifizierter" Ökostrom ?

 Stellen Sie sich das Stromnetz bitte vor wie eine große Seenlandschaft. Sie hat viele Zuläufe
(=Kraftwerke) und viele Abläufe (=Stromverbraucher). In den einzelnen Seen vermischt sich
das Wasser aus allen Zuläufen, so daß jeder, der dort Wasser entnimmt, dieselbe Mischung
erhält. Physikalisch ist es unmöglich, reinen "Ökostrom" aus bestimmten Kraftwerken an einen
Kunden durchzuleiten - die Elektronen lassen sich nicht "entmischen".

Man behilft sich mit einer rechnerischen Zuteilung. Einspeiser von Ökostrom lassen sich ihre
Einspeisemengen entsprechend dafür geschaffener gesetzlicher Regeln zertifizieren. Diese
werden damit handelbar: ein Stromhändler kann für seine Kunden solche Zertifikate erwerben.


Hilft das wirklich der Umwelt?


Die Idee dahinter ist: die Einspeiser von Ökostrom haben über die Zertifikate zusätzliche
Einnahmen, die den Bau "grüner" Kraftwerke attraktiver machen, und zwar desto mehr,
je stärker die Nachfrage nach solchen Zertifikaten (und damit ihr Preis) ist.

Kritisiert wird, daß auf diese Weise auch Anlagen profitieren, die bereits gebaut sind.
Die von uns verwendeten Zertifikate garantieren deshalb zusätzlich, daß der Betreiber im
jeweiligen Jahr in den Zubau oder die ökologische Verbesserung von Anlagen investiert.
Allerdings haben wir keine konkreten Informationen über die Art des Zubaus.

Deshalb geben wir zusätzlich die oben genannte Garantie von Zubau vor Ort!