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Hochlastzeitfenster 2017
für Individuelle Netzentgelte
nach § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV

 

Gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV sind die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen verpflichtet, einem Letztverbraucher in Abweichung von § 16 StromNEV ein individuelles Netzentgelt anzubieten, wenn auf Grund vorliegender oder prognostizierter Verbrauchsdaten oder auf Grund technischer oder vertraglicher Gegebenheiten offensichtlich ist, dass der Höchstlastbeitrag eines Letztverbrauchers vorhersehbar erheblich von der zeitgleichen Jahreshöchstlast aller Entnahmen dieser Netz- oder Umspannebene abweicht.

Die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen haben nach den Vorgaben der BNetzA die entsprechenden Hochlastzeitfenster je Jahreszeit ermittelt und veröffentlicht. Auf Anfrage stellen die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen diese Hochlastzeitfenster ihren Netzkunden zur Verfügung.

Die mit dem Netznutzer zu treffende Vereinbarung über ein reduziertes Netzentgelt gemäß § 19 Abs. 2 S. 1 StromNEV unterliegt der Genehmigungspflicht durch die BNetzA und erlangt erst nach Vorliegen des Genehmigungsbescheides ihre Gültigkeit.

Nach dem Leitfaden der Bundesnetzagentur zur Genehmigung individueller Netzentgeltvereinbarungen veröffentlichen wir folgende Hochlastzeitfenster:

Spannungsebene der
Entnahmestelle
Winter
Dez. - Febr.
Frühling
März - Mai
Sommer
Juni - Aug.
Herbst
Sept. - Nov.
bei Entnahme in der
Mittelspannungsebene
9:30 - 12:00
17:15 - 18:15
keine keine keine
bei Entnahme aus der
Umspannung Mittel-/
Niederspannung

17:15 - 18:30

keine keine keine
bei Entnahme in der
Niederspannungsebene
17:15 - 18:45
keine keine keine

Beispiel: 09:30 - 12:00 Uhr bedeutet von 09:30:00 bis 11:49:59
              17:15 - 18:15 Uhr bedeutet von 17:15:00 bis 18:14:59

Die Hochlastzeitfenster sind ausschließlich an Werktagen gültig. Wochenenden, Feiertage und maximal ein Brückentag sowie die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr gelten grundsätzlich als Nebenzeiten.

Die Jahreszeiten sind hierbei folgendermaßen definiert:
Winter 01. Dezember - 28./29. Februar
Frühling 01. März - 31. Mai
Sommer 01. Juni - 31. August
Herbst 01. September - 30. November
   

Zur Inanspruchnahme des Sonderentgelts müssen weiterführende Bedingungen des Leitfadens der BNetzA erfüllt sein.
Insbesondere sind das:

  • Mindestverlagerung 100 kW
  • eine Bagatellgrenze, die jährliche Entgeltreduzierung muss mindestens 500 € betragen
  • der maximale Energiebezug (Maximallast) des Netzkunden innerhalb der Hochlastzeitfenster muss erheblich unter seiner Jahreshöchstlast liegen:
Netzebene:       Erheblichkeitsschwelle:
HS/MS       20 %
MS       20 %
MS/NS       30 %
NS       30 %